31.5.2005 17:49
Rust (mr). Im Europa-Park in Rust ereignete sich heute Mittag ein tödlicher Unglücksfall. Dies teilen am frühen Abend Staatsanwaltschaft Freiburg und Polizeidriktion Offenburg mit.
Eine Panikattacke dürfte danach Auslöser für den Unfalltod eines 44 Jahre alten Mannes aus dem Raum Stuttgart gewesen sein. Der Verstorbene gehörte zu einer zehnköpfigen Besuchergruppe, die am Dienstag gemeinsam den Europapark besuchte. Kurz vor 12.30 Uhr stieg er mit einem Bekannten auf die Rückbank eines achtsitzigen Boots der Poseidon. Die Haltebügel schlossen sich vorschriftsmäßig, wie Bilder zeigen.
Die Boote der Poseidon werden nach dem Start schräg noch oben auf etwa 20 Meter Höhe gezogen. Nach Zeugenaussagen geriet der schwergewichtige Mann unvermittelt in Panik, drückte mit aller Kraft gegen den Haltebügel und zwängte sich darunter heraus. Auch sein neben ihm sitzender Begleiter und die anderen Mitfahrer im Boot konnten aber nicht mehr verhindern, dass er letztlich aus der langsam fahrenden Bahn kletterte.
Der 44Jährige stürzte in einen schilfbewachsenen Teich, der außerhalb des allgemein zugänglichen Besucherbereichs liegt. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Fahrgäste, die noch im Boot saßen, und die Begleiter des Toten wurden vorsorglich psychologisch betreut. Von den anderen Gästen des Parks blieb der Unfall weitgehend unbemerkt.
Wie bei allen tödlichen Unglücksfällen führen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Ermittlungen zur Unfallursache. Nach ersten Ermittlungsergebnissen der Kriminaltechniker gibt es keinerlei Hinweise auf ein technisches Versagen der Anlage. Vielmehr muss man nach vorläufiger Würdigung und vorbehaltlich weiterer Erkenntnisse von einem durch das Verhalten des Mannes selbst ausgelösten Unglücksfall ausgehen. Vor diesem Hintergrund hat die Staatsanwaltschaft die Poseidon am Nachmittag auch wieder für den Besucherverkehr frei gegeben.
Un homme âge de 44 ans a chuté mortellement du grand huit aquatique "Poseidon". Vers 12h30, il a embarqué dans l'attraction et fermé sa barre de sécurité conformément aux consignes. A 20m de haut, pris de panique, il a utilisé toutes ses forces pour ouvrir la barre de sécurité. Son voisins et les autres occupants du bateau n'ont rien pu faire, l'homme est tombé dans l'étang situé en contre-bas.
Les passagers qui étaient encore assis dans le bateau, et les accompagnateurs du mort ont été pris en charge psychologiquement par précaution. Comme avec tous les accidents mortels, le ministère public et la police judiciaire sont chargés de déterminer la circonstance et la cause du décès. D'après les premiers résultats de l'enquête, la technique de l'attraction n'est pas remise en cause. Face à cette situation, le ministère public a donné dans l'après-midi l'autorisation de ré-ouvrir l'attraction.
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