[AL] 250 millions d'euros pour le Parc Bioénergétique en Allemagne

Publié le par parcattractions.fr

Bioenergiepark: 250 Millionen-Projekt im Chiemgau


 Zu dem Bioenergiepark gehören der Industriepark an sich (oberer Teil) und der Park mit Besucher- und Kompetenzzentrum



Industriepark, Freizeitpark und Naturschutzgebiet - Ferdinand Fiedler, Vorstandsvorsitzender der Neue Vermögen AG, spricht selbst von einer «eigentlich unmöglichen Kombination». Eine Vision, die aber im Tachertinger Ortsteil Schalchen Realität werden soll: ein riesiger Bioenergiepark, der 200 neue Arbeitsplätze schaffen, Tourismus und Wirtschaft ankurbeln, Forst- und Landwirtschaft stärken und die Region im Bezug auf Strom, Wärme und Kraftstoffe unabhängig machen soll. Baukosten: 250 Millionen Euro. Bauzeit: etwa ein Jahr.

Geplant wird das in dieser Form weltweit einzigartige Großprojekt von dem Traunsteiner Vermögensverwalter Neue Vermögen AG und der BioMa Energie AG, die derzeit bereits vier Biomasse-Heizkraftwerke in Österreich baut. Der eigentliche Industriepark setzt auf drei Standbeine: Ein Biomasse-Heizkraftwerk, das pro Jahr genug Strom und Wasser für 40.000 Haushalte und die Industrie vor Ort erzeugt. Produktionsanlagen für die Herstellung von Biodiesel und der Kraftstoffalternative Bioethanol - gemeinsam ausreichend für 75.000 Autos mit 20.000 Kilometern Fahrleistung im Jahr. Und drittens: Holzpellets als umweltschonende Alternative zu fossilen Brennstoffen. Als Hauptrohstoffe werden pflanzliche Produkte wie Roggen, Weizen, Raps, Leindotter, Sonnenblumen oder Holz eingesetzt. Die Land- und Forstwirte der Region hätten hier dauerhaft einen Abnehmer. Zur Anlieferung wird ein Anschluss an das Gleis der Deutschen Bahn gebaut. Das Nutzungskonzept soll ganzheitlich sein: Brennrückstände finden als mineralreichen Dünger den Weg zurück in die Böden.

Der Technologiepark wird eng mit Forschungsaktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien verzahnt; ein eignes Kompetenzzentrum soll entstehen und Fachleute aus der ganzen Welt anziehen.

Drittes Teilprojekt ist der Besucherpark: Mit einer gläsernen Kuppel, dem BioDome, als Begegnungszentrum für Kunst und Kultur, einem 36,5 Meter hohen Turm mit Panoramarestaurant in der Optik eines Baumes als Wahrzeichen der Anlage, einem 5-Elemente-Tunnel, in dem man Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser erleben kann, einem Natur-Erlebnispfad auf Holzstegen durch die Baumkronen oder einem 4D-Kino - die vierte Dimoension machen Gerüche und Wärme/Kälte aus. Dazu gehören auch ein Landschulheim für den Unterricht über Energieerzeugung, ein 4-Sterne-Parkhotel von dem auch die ansässigen Großfirmen profitieren und eine Einschienen-Bahn, welche die Besucher direkt vom Parkhaus abholt und über das Gelände fährt. In direkter Nachbarschaft zu den Firmen Linde und Degussa soll die Anlage entstehen. Das Areal stellt die Degussa über Erbpacht zur Verfügung, außerdem ist sie Lieferant chemischer Stoffe und Abnehmer für Wärme und Strom.

Der Gemeinderat hat bereits grünes Licht gegeben, den Flächennutzungsplan geändert. Baubeginn soll Ende 2006, spätestens im ersten Quartal 2007 sein. Zwei Hürden sind bis dahin noch zu nehmen: Die Baugenehmigung steht noch aus, ebenso wie eine Entscheidung der Regierung über die steuerlichen Rahmenbedingungen: Eine volle Besteuerung von Biokraftstoffen würde, so Fiedler, das Aus bedeuten.

Source : Rosenheimer Nachrichten

Commenter cet article