[AL] Voyage en grand huit à travers les mondes virtuels

Publié le par BAPST

Achterbahnfahrt durch virtuelle Welten

Erlebnisparks bieten diesen Sommer trickreiche Konstruktionen

Überzeugte Fans sind zu fast allem bereit, wenn sie als erster Passagier mit einer neuen Achterbahn fahren können. Der Amerikaner Jeremy Delong hat die Premierenfahrt mit dem "Kingda Ka" bei Ebay ersteigert und dafür knapp 1700 US-Dollar gezahlt. Das entspricht 33 US-Dollar pro Sekunde Fahrvergnügen.

Für diese Summe konnte er am 19. Mai dieses Jahres den derzeit mit 139 Metern höchsten und schnellsten Rollercoaster einweihen, der im Bundesstaat New Jersey steht. Ein hydraulisches System katapultiert die Passagiere in der Horizontalen von null auf 205 Kilometer pro Stunde in nur 3,5 Sekunden.

Bei den neuesten Achterbahnen geht es jedoch nicht nur um Rekorde. Vor allem in Europa entwickeln die Hersteller eher ausgeklügelte Streckenverläufe und ungewöhnliche Sitzpositionen.

Beim Bike-Booster im niederländischen Toverland sitzen die Passagiere wie auf einem Motorrad und rasen über die Schienen. Und der deutsche Hersteller Maurer Söhne hat den Skywheel für den Allgäuer Vergnügungspark Bad Wörishofen entwickelt.

In den sogenannten X-Cars sitzen Passagiere ohne Schulterbügel, nur mit einem Beckenbügel gesichert. Trotzdem fahren sie weite Strecken über Kopf. In 360-Grad-Drehungen, in einer Helix, fallen die X-Cars in die Tiefe.

Bei anderen Bahnen fahren die Wagen zeitweise rückwärts, überraschen mit 180-Grad-Richtungswechseln oder drehen sich auf der Spitze einer Erhebung, Camelback genannt. In Las Vegas haben Techniker einen großen Stahlarm auf dem Stratosphere-Tower in 300 Meter Höhe vom Erdboden angebracht. Daran hängen Gondeln, die Motoren in wilder Bewegung durch den Himmel schleudern.

Noch unheimlicher wird eine Konstruktion, die Gino De-Gol, Chef der Firma Robocoaster, entwickelt. Der Techniker nutzt dazu einen Industrieroboter mit einem sieben Meter langen Arm. Daran hängen vier Sitze. Die Maschine wirbelt die Passagiere in alle Richtungen durch die Luft, als würden sie über eine Achterbahn rasen.

Die Passagiere spüren diese Bewegungen tatsächlich am Körper, sehen aber um sich herum animierte 3-D-Welten auf einem Rundum-Bildschirm. Diese virtuellen Bilder spielen den Passagieren vor, sie würden zum Beispiel durch enge Schluchten fliegen oder müßten Attacken durch Weltraummächte ausweichen.

Noch aber hat Robocoaster ein Problem. Stimmen die Bilder nicht mit den Bewegungen überein, verpufft der Effekt. Sind aber beide Eindrücke perfekt aufeinander abgestimmt, könnte das die Passagiere in ihrer Wahrnehmung überfordern. tj


Artikel erschienen am 19. Juni 2005

Publié dans Revue de Presse Europe

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