Projet : Genesis-land en Suisse

Publié le par BAPST

Un projet de parc d'attractions/musée sur le thème de la religion dans une reporduction de l'arche de Noe en Suisse (à proximité de l'Allemagne et de la Suisse)

 

Freizeitpark soll christliches Gedankengut unter die Leute bringen

Schweizer Projekt "Genesis-Land" in Grenzregion zu Deutschland und Österreich

Aeugst am Albis ZH, 14.7.05 (Kipa) Entsteht in der Schweiz irgendwo in der Grenzregion zu Deutschland und Österreich dereinst der erste "besinnliche Freizeitpark" der Welt? Herzstück von "Genesis-Land" soll die in Originalgrösse nachgebaute Arche Noah sein. Die biblische Geschichte soll "als historische Tatsache und nicht als mythologisches Märchen" präsentiert werden - und vor allem als "Gegenpol" zu Darwins "allgegenwärtiger" Evolutionslehre, wie die Initianten betonen. Mittelfristig müsste "Genesis-Land" dank Eintrittsgeldern selbsttragend sein können.

Bis Ende Jahr möchte der 2001 gegründete Verein ProGenesis eine umfangreiche Vorstudie für das Projekt "Genesis-Land" in Auftrag geben. Sie soll zeigen, ob das "besinnliche Kultur- und Begegnungszentrum" überhaupt machbar ist. Nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht. Und deshalb müssen jetzt durch Spenden vorerst mindestens 100.000 Franken für die Vorstudie zusammenkommen.

Die Vorstudie soll verschiedene Varianten mit Kostenschätzungen sowie ein Modell des Zentrums präsentieren, die Standortfrage und vor allem auch die Finanzierbarkeit prüfen. Wichtigstes Ergebnis der Vorstudie soll schliesslich die Machbarkeitsanalyse sein.

Mehr Genesis und weniger Darwin

Treibende Kraft hinter dem Projekt ist der 48-jährige Unternehmensberater Gian Luca Carigiet aus Aeugst am Albis. Der Betriebswirtschaftler steht auch hinter dem Verein ProGenesis ("Überkonfessioneller Verein zur Ehrenrettung des Buches Genesis - ProGenesis"). Dieser will im deutschsprachigen Raum darüber aufklären, dass die heute allgemein geläufige Evolutionslehre von Charles Darwin "nach wie vor eine unbewiesene Theorie mit fatalen moralischen Folgen" ist.

Der biblische Schöpfungsbericht im Buch Genesis werde hingegen völlig ausser Acht gelassen und als Mythos abgetan, obwohl sich darin realistische Hinweise auf die Entstehung der Welt fänden, meint Carigiet. Und deshalb fordert sein Verein, dass an den Schweizer Schulen die biblische Schöpfungsvorstellung gleichberechtigt neben der Evolutionslehre unterrichtet wird.

138 Meter lange Arche Noah

Der geplante Freizeitpark soll nach drei Grundsätzen geführt werden: "Die Bibel ist das inspirierte Wort Gottes. Der biblische Schöpfungsbericht wird wörtlich ausgelegt und in einem Kurzzeitrahmen interpretiert (6.000 bis 10.000 Jahre). Die Urgeschichte der Bibel wird als historisch relevant verstanden werden."

Zentrum der Anlage soll inmitten eines künstlichen Sees die nachgebaute Arche Noah sein - errechnet nach biblischen Angaben: mindestens 138 Meter lang, 22,5 Meter breit und 13,8 Meter hoch, so hoch wie ein fünfstöckiges Haus. Vier Themenpavillons in den Ecken des Parks sollen anhand der Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer multimedial durch die biblische Geschichte führen: Schöpfung, Sintflut, Christus, Endzeit.

Zwischen den Pavillons sollen drei Bahnen ebenfalls Einblick in biblische Themen geben: in die vorsintflutliche Welt der Dinosaurier, in das Altertum mit Sodom und Gomorrha und dem Auszug aus Ägypten sowie in die Apokalypse. Und schliesslich soll der Besucher verschiedene nachgebaute Gebäude und Orte der biblischen Geschichte entdecken können: Salomons Tempel, ein römisches Amphitheater oder die Altstadt von Jerusalem als Bazar mit Shops und Restaurants. Und schliesslich sollen in einem Restaurant in Form eines Wüstenzeltes biblische Gerichte serviert werden. Umgeben werden soll "Genesis-Land" von der Stadtmauer Jerusalems.

Zwischen Museum und Freizeitpark

Der besinnliche Freizeitpark soll jedoch nicht bloss ein Museum sein, sondern auch Wechselprogramme mit Filmen, Vorträgen und Ausstellungen anbieten. "Mit einem Museum lockt man die Massen nicht, einen reinen Freizeitpark verlässt man mit einer Leere im Innern. Es muss eine Mischung von beidem sein", fasste Carigiet kürzlich dem "Tages-Anzeiger" (Zürich) seine Vision zu "Genesis-Land" zusammen.

Inspiriert hat sich Carigiet für sein Projekt unter anderem am 2003 eröffneten Erlebnispark "Mystery Park" in Interlaken BE. Die Anlage, die sich schnell zu einem Publikumsmagneten entwickelt hat, ist vom Ufo-Forscher und Esoterik-Autor Erich von Däniken ins Leben gerufen worden und präsentiert, wie es dazu heisst, "unerklärliche und doch real fassbare Welträtsel".

Separat:

Schönborn: Zielgerichtete Evolution

Dieser Tage hat der Wiener Kardinal Christoph Schönborn in einem stark beachteten Artikel in der "New York Times" Kritik an einer neodarwinistischen Lesart der Evolution geäussert, welche diese als "ungelenkten und ungeplanten Prozess von Variation und natürlicher Selektion" betrachtet. Seine Kritik dürfe nicht mit einer Ablehnung der Evolutionstheorie verwechselt werden, präzisierte Schönborn gegenüber einer Wiener Tageszeitung. Er wende sich aber dagegen, dass die Vertreter dieser Ideologie die Existenz eines "intelligenten Plans" der Schöpfung und mithin eines Schöpfers "dogmatisch ausschliessen".

Schönborn forderte eine grössere Bereitschaft zur Diskussion über die Zielgerichtetheit der Evolution: "Es gehört zum Wesen der Religion, dass sie so etwas wie einen Schöpfer annimmt - jemanden, der die unglaubliche Ordnung, die wir im Universum und im menschlichen Leben bis hinein in das kleinste Atom finden, verantwortet."

Hinweis: www.progenesis.ch

Publié dans Revue de Presse Europe

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