[AL] Europa Park construit un Junior Coaster l'année prochaine

Publié le par parcattractions.fr

Dans cette entrevue accordée au Berner Zeitung, Roland Mack annonce une nouveauté supplémentaire après le pavillon du football, un grand huit familial pour le quartier grec. On y apprend aussi que les investissements annuels du parc sont de l'ordre de 20 à 30 millions d'euros.

«Nie Subventionen erhalten»

 

Europa-Park-Chef Roland Mack erklärt, weshalb der Freizeitpark seit 30 Jahren Erfolg hat. Zum Mystery Park in Interlaken sagt er, dies sei kein direkter Konkurrent; es sei mehr ein Museum. Zudem stellt er den Standort in Frage.

 

 

Europa-Park-Chef Roland Mack / zvg

 

Herr Mack, wie lautet das Erfolgsrezept dafür, dass sich der Europa-Park in den vergangenen 30 Jahren so toll entwickelt hat?

 

Roland Mack: Es sind sicherlich viele Faktoren, die dazu beigetragen haben. Zum einen sind wir 1975 zum richtigen Zeitpunkt gestartet. Zum anderen sind wir selber Hersteller von Freizeitparkanlagen; dadurch hatten wir sehr gute Branchenkenntnisse. Dann hat sicherlich auch die Wahl des optimalen Standortes in Rust in der Ecke zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz dazu beigetragen. Und letztlich auch die Entscheidung, einen europäischen Themenpark zu bauen.

 

Was tun Sie, um immer mehr Besucher anlocken zu können?

 

Es ist nicht unser Ziel, immer mehr Besucher anzulocken. Die Prämisse unseres Unternehmens ist, einfach eine gute Leistung abzuliefern, eine hohe Qualität zu bieten und darauf zu achten, dass die Gäste zufrieden sind und eine perfekte Dienstleistung erhalten. Das Ganze in einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis im Rahmen eines Fami- lienparkkonzepts. Wenn Sie diese Aufgabe ordentlich erledigen, dann stellt sich automatisch auch die Besucherzahl ein.

 

Und wie gelingt es Ihnen, die Menschen zu mehreren Besuchen im Europa-Park zu animieren?

 

Wir haben das Unternehmen in 30 Jahren sukzessive aufgebaut und entwickelt. Davon profitieren die Wiederholer. Denn wir haben natürlich in jedem Jahr eine neue Attraktion lanciert. Und damit haben wir gerade auch für Wiederholer immer wieder Inte-ressantes geboten.

 

Braucht es das in einem Freizeitpark: Jedes Jahr etwas Neues?

 

Wir machen es so. Und bei uns hat sich der Erfolg eingestellt. Also könnte man rückwärts schliessen, dass es das braucht. (lacht). Nein, im Ernst: Ich glaube schon, dass wenn ein Park von treuen Wiederholern lebt, er immer wieder Veränderungen braucht. Es ist aber auch klar, dass der Gast ein Profil kennen möchte. Er will wissen, was ihn erwartet. Es ist also eine Mischung aus Altbewährtem und neuen Akzenten. Dabei helfen uns auch die Shows, die wir ständig verändern können. Allein die Shows zu besuchen bedeutet somit, Neues erleben zu können.

 

Wie viel investieren Sie jährlich in neue Anlagen und neue Shows?

 

Im Durchschnitt sind es 20 bis 30 Millionen Euro pro Jahr. Das können mal mehr und mal weniger sein. Es gibt da keine fixe Grös-senordung. Wir orientieren uns sehr stark an den Bedürfnissen der Gäste. Und wir schauen, was auf dem Markt vorhanden ist.

 

Und wie finanzieren Sie diese Investitionen?

 

Einerseits mit Hilfe unserer Hausbanken. Und wir reinvestieren das Geld, welches wir mit dem Park verdienen. Ich bin stolz darauf, sagen zu können, dass wir bis zum heutigen Tag keine Subventionen erhalten haben. Wir haben alles aus eigener Kraft und mit Banken finanziert. Doch das ist eben nur möglich, wenn wir auch Geld verdienen.

 

Wie viel Gewinn erzielt der Park?

 

Der Park ist wirtschaftlich erfolgreich. Dazu stehe ich. Und das kommt auch den Kunden zu Gute. Wir haben das Geld, das verdient wurde, immer wieder reinvestiert.

 

Sie wollen keinen Betrag nennen?

 

Wir veröffentlichen keine Zahlen. Wir sind ein Privatunternehmen. Aber so viel kann ich sagen: Wir erwirtschaften einen sehr positiven Betrag. Das sieht man ja auch an der Expansion. Wir verdienen so viel, dass der Park nicht an die Börse gehen muss und weiter selbstständig bleiben und weiter investieren kann.

 

Wie viele Schweizer besuchen den Europa-Park pro Jahr?

 

Rund 800 000. Wir hatten bis jetzt insgesamt um die 20 Millionen Schweizer Besucher. Sie machen heute ungefähr 20 Prozent aller Besucher aus und sind somit zusammen mit den Franzosen die zweitwichtigste Gruppe hinter den deutschen Gästen mit 49 Prozent. Doch die Schweizer sind die besten Hotelgäste. Das hängt natürlich damit zusammen, dass der Schweizer in der Regel auch etwas weiter anreist.

 

Weshalb ist der Europa-Park bei den Schweizern so beliebt?

 

Nun gut, es gibt in der Schweiz kein vergleichbares Angebot. Wir sind die nächste Alternative zu Eurodisney in Paris. Wir sind innerhalb von zwei, drei Stunden aus allen Regionen erreichbar. Letztlich sind wir der Freizeitpark für die Schweizer. Wer die Schweiz kennt, der weiss, dass Qualität, Preis-Leistung, Sauberkeit und Freundlichkeit wichtig sind. Und insofern passt das absolut zusammen.

 

Sie sagten, es gebe in der Schweiz kein vergleichbares Angebot. Kennen Sie den Mystery Park in Interlaken?

 

Das ist ja etwas ganz anderes.

 

Weshalb?

 

Der Mystery Park ist eher eine museale Einrichtung, eine edukative, die an den Büchern von Erich von Däniken festgemacht ist. Es ist zwar ein Freizeitangebot, aber es hat letztlich überhaupt nichts zu tun mit dem, was wir anbieten. Es gibt dort keine Fahrattraktionen; es ist eine ganz andere Art von Angebot. Weltweit hat sich das Familienpark-Konzept durchgesetzt. Und genau das bieten wir an.

 

Sie kennen den Mystery Park?

 

Ja, ja, ich kenne ihn von der Konzeption her. Und ich habe ihn auch schon zwei, drei Mal besucht.

 

Und wie beurteilen Sie den Park?

 

Nun gut, es ist halt mehr ein Museum. Oder es geht zumindest in die Richtung eines Museums. Der Mystery Park hat daher sicherlich das Problem, dass er verstärkt nur Einmalbesucher bekommt. Der Erfolg des Europa-Parks kommt sehr stark von den treuen Wiederholern; wir haben bis zu 80 Prozent Wiederholungsbesucher. Für mich stellt sich auch die Frage, ob der Standort geeignet ist. Der Mystery Park liegt zwar in einer wunderschönen Gegend, aber etwas abseits der grossen Verkehrswege. Es kommen doch ein paar Dinge zusammen, die es für den Mystery Park nicht einfach machen.

 

Was können die Mystery-Park-Verantwortlichen unternehmen, um die Besucherzahlen zu steigern?

 

Es ist schwierig, aus der Ferne eine Patentlösung anbieten zu wollen. Ich denke, ein wichtiger Punkt ist sicherlich, dass das Konzept des Mystery Parks einfach sehr eingleisig ist. Es wird daher schwierig sein, Wiederholer zu bekommen. Zudem ist der Standort meines Erachtens verkehrstechnisch gesehen nicht optimal.

 

Der Mystery Park ist für den Europa-Park also kein direkter Konkurrent?

 

Nein, überhaupt nicht.

 

Sie haben vorhin gesagt, dass Sie sich stark an den Bedürfnissen Ihrer Gäste orientieren. Was für neue Anlagen sind geplant?

 

Wir sind daran, im Hinblick auf die Fussball-Welt- und Europa-meisterschaften in Deutschland sowie in der Schweiz und Österreich einen Fussball-Pavillon zu etablieren. Dieser wird mehrere Inhalte haben: Einerseits eine Grossleinwand für Sportübertragungen, andererseits einen Shop. Und es wird auch einen interaktiven Teil geben. Wir haben einen Fussball-Scooter entwickelt, eine Art Auto-Scooter, bei dem die Wagen, mit denen Fussball gespielt werden kann, die Form von überdimensionalen Fussballschuhen haben. Zudem bekommt der ganze Pavillon noch einen musealen Teil, in dem historisches Material rund um den Fussball ausgestellt wird. Nebst diesem Pavillon werden wir für nächstes Jahr eine attraktive Kinder- beziehungsweise Familienachterbahn bauen.

 

Wie wichtig ist der Faktor Interaktivität heutzutage in einem Freizeitpark?

 

Auch da ist es wieder die Mischung, die wichtig ist. Wenn Sie hohe Besucherzahlen bewältigen wollen, dann müssen sie auch organisierte Abläufe haben. Ich denke dabei an Bahnen wie Silver Star, Eurosat oder Wildwasserbahn, wo sie ganz geordnet hohe Besucherströme bewältigen können. Aber darüber hinaus bietet sich gerade für kleine Kinder an, auch interaktive Angebote zu haben. Das Ganze muss in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Denn der Kunde erwartet schon, dass, wenn er Eintritt bezahlt, er auch irgendwann einmal dran kommt, und dass dies geordnet geschieht. Dazu braucht es eine geordnete Kapazitätsabwicklung.

 

Welche Trends lassen sich derzeit im Bereich der Freizeitparks beobachten?

 

Ein wichtiger Trend ist sicher, dass sich der Park mehr und mehr zum Kurzurlaubsziel entwickelt. Dem tragen wir Rechnung. Bereits 1995 haben wir das erste Hotel gebaut, und mittlerweile haben wir auf dem Park-areal über 4000 Betten.

 

Das heisst: Die Besucher kommen nicht nur einen Tag in den Europa-Park, sondern verbringen dort zwei oder gar drei Tage?

 

Genau. Dies trifft für immer mehr Besucher zu.

Source : Berner Zeitung

Publié dans Revue de Presse Europe

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