[AL] Kurt Fischer, le papa de Tripsdrill fête ses 80 ans !

Publié le par parcattractions.fr

Der Vater von Tripsdrill wird 80
Kurt Fischer hat mit dem Freizeitpark bei Cleebronn in seiner Branche Maßstäbe gesetzt 

1609

Der Freizeitpark Tripsdrill ist sein Lebenswerk: Heute feiert Kurt Fischer seinen 80. Geburtstag. Im Hintergrund der moderne Nachbau einer mittelalterlichen Burg


Er ist der Erfinder der Freizeitparks in Deutschland. Kurt Fischer, der Vater des Erlebnisparks Tripsdrill, wird am heutigen Freitag 80 Jahre alt. Aus der Altweibermühle bei Cleebronn im Kreis Heilbronn, einem von seinem Vater Eugen bereits 1929 gebauten Ausflugslokal mit Gartenwirtschaft und Tanzboden, machte Fischer nach dem Krieg den weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Freizeitpark für Unterhaltung und Spaß. „Es ist schön, jeden Tag seine Lebensleistung sehen zu können und sich daran erfreuen zu dürfen“, sagt der rüstige Jubilar.

Bis es so weit kam, musste Fischer nach dem Kriege – wie viele andere – die Ärmel hochkrempeln. Der Parkgründer erinnert sich: „Wir hatten kein Geld. Aber Ideen und Tatendrang.“ Sein Vater Eugen war an der Front in Stalingrad gefallen. Er selbst wurde im Russland-Feldzug bis an den Ural verschlagen. „Mensch, hab’ ich ein Glück gehabt“, sagt der Seniorchef: „Ich wurde verwundet, war im Lager nicht zu verwenden und konnte bald nach Hause.“
Da sein Vater vermisst blieb, musste Fischer zu Hause anpacken. „Mir war wichtig, dass es wieder aufwärts geht“ – nach dieser Devise wollte er den ersten deutschen Freizeitpark aufbauen. Doch seine Mutter hatte Angst vor Schulden. Dann stoppte eine Naturkatastrophe den Tatendrang des jungen Mannes: Ein Blitz zerstörte 1946 die Altweibermühle. Aber Fischer fasste Mut und baute das Wahrzeichen von Tripsdrill wieder auf: Am 7. Mai 1950 wurde die Altweibermühle feierlich eingeweiht. Der Dichter August Lämmle sagte in seiner Festrede: „Tripsdrill ist ein Name, der Heiterkeit ausströmt.“

Die Ideen gingen ihm nie aus

Um die Geschäfte in Gang zu bringen, knüpfte Fischer an den Elan seines Vaters an. Die Ideen gingen dem Chef des bei Kindern, Familien und Senioren gleichermaßen beliebten Ausflugsziels nicht aus. Jahr für Jahr kamen neue Attraktionen hinzu, der Park breitete sich immer mehr aus, Fischer setzte Trends in dieser Branche. Dabei legte er stets Wert auf Originalität und Themen aus der schwäbischen Heimat. Viele der Attraktionen entstammten seiner Kreativität, bei den Entwicklungen arbeitete er eng mit den Herstellern zusammen. Tripsdrill war Kurt Fischer, der sich über seinen Full-Time-Job nicht beklagte. „Ich war nicht einen Tag im Urlaub, fuhr höchstens mal weg, um zwei bis drei Tage in anderen Parks zu schauen, was dort angeboten wird. Schließlich muss man sich orientieren.“

Vor neun Jahren, mit 71, legte Fischer die Leitung seines Erlebnisparks in die Hände seiner Söhne Helmut, Roland und Dieter. Diese arbeiteten bereits seit den 70er Jahren im Unternehmen und führen Tripsdrill im Sinne des Vaters weiter. „Keiner in Deutschland kann Ihnen das Wasser reichen“, würdigte Baron von Landsberg-Velen vom Verband der Deutschen Vergnügungsanlagenhersteller vor einem Jahr das Lebenswerk von Kurt Fischer.

Der Seniorchef wohnt übrigens dort, wo sich Jahr für Jahr Hunderttausende vergnügen: Mitten im Erlebnispark. So bekommt er hautnah mit, dass sich sein unternehmerischer Mut vor 60 Jahren gelohnt hat. „Ich weiß immer, was mein Park und meine Jungs wieder Neues zu bieten haben. Und ich wohne dort, wo andere ihre Freizeit verbringen“, sagt der 80-Jährige mit knitzem Blick.

Source : Pforzeimher Zeitung

 

Commenter cet article